WORKING-DOG-CENTER

aktualisiert am:
08.01.10

 

Auf dieser Seite möchte ich unsere Arbeit der Zucht und Aufzucht vorstellen.
Wie schon anderen Orts beschrieben, liegt eines unserer Fachgebiete in der Zucht, Aufzucht und Ausbildung von holländischen Arbeitshunden für den Dienst bei der Polizei wie auch im Wach- und Sicherheitsdienst oder der Rettungshundestaffel.
 Wir sind absolut unabhängig von irgendwelchen Verbänden und können uns somit zu 100% auf unsere Arbeit konzentrieren, ohne Vorschriften welches Haarkleid oder Farbe der Hund haben MUSS, welche Augenfarbe er haben MUSS oder wie krumm der Rücken sein MUSS um ihn als gebrauchsfähig anzuerkennen. Unsere Zuchtphilosophie richtet sich weitgehenst nach natürlichen Gegebenheiten. Sie sollte uns bestimmen, wer vererben darf und wer nicht. Doch sie gibt keine Farben und Formen vor wie wir es tun. Sie ist zunächst abhängig von der Gesundheit des Hundes. Danach kommt der Verwendungszweck oder Einsatzbereich welcher der Hund später ausfüllen sollte und für welchen er selektiert wird. Mehr benötige ich nicht um eine gesunde und dem Verwendungszweck gewachsene Zucht aufrecht zu erhalten. Das Exterieur des Hundes ist für uns nur dann ausschlaggebend, wenn es die Gesundheit und somit Leistungsfähigkeit der Tiere im Negativen beeinträchtigt. -Sprich ein Hund mit Schlappohren kann trotzdem hören und seinen Einsatzbereich vollkommen ausfüllen.
Unsere Philosophie kann sich somit nur nach einem Punkt richten, der Gesundheit. Ist der Hund körperlich nicht im Topzustand wird seine Psyche auch bald darunter leiden müssen und umgekehrt.
Mit der Auswahl des dementsprechenden Einsatzbereiches und dessen selektierten Tieren, geben wir dann der Zucht die nötigen Gene für den späteren Verwendungszweck mit auf den Weg.
Die Selektion dieser Zuchtpartner ist ebenfalls sehr stark von der Natur abhängig, da wir genetische Grundlagen sehen möchten und keine Erlernten. -Was sich als sehr schwer erweisen kann, wenn man das Vorleben der Hunde nicht gut kennt und den Hund z.B. nur nach einer Prüfung beurteilen kann.
Hier scheiden sich bei uns die Wege, da nur Zuchttiere verwendet werden welche wir selbst genau studieren durften. Hier zählen grundlegende Dinge wie Sozialverhalten und der Drang zur Sozialisation, Arbeitsdrang und Kämpferherz. Wir möchten sehen wie gerne ein Hund apportiert, wie er sucht und schwimmt. Ob es ihm z.B. möglich ist Trieb auf tote Gegenstände zu machen. Ob er gerne, alleine und fanatisch reviert (freies Revieren). Und noch vieles vieles mehr. Sind wir von dem überzeugt, dann sehen wir uns den Hund in der Mannarbeit an. Hier hat er ebenfalls immer entschlossen und stets mutig zu sein. Er muß sich souverän in jeder Situation dem Gegner stellen. Allerdings nur unter der Vorraussetzung, daß der Hund auch unter und nach stärkster Belastung, abrufbar und kontrollierbar ist/bleibt. Dem Hund muß zu vermitteln sein, wo und wann er seine Genetik abspulen darf und wo nicht. Er muß außerdem in der Lage sein Techniken auch unter höchster Belastung abzurufen und einzuhalten. Er hat immer ruhig und mit klarem Verstand bei der Arbeit zu sein und darf unter keinen Umständen abdrehen. Nach der Arbeit hat der Hund von sich aus herunterzufahren und darf auf gar keinen Fall angespanntes oder gar nervöses Verhalten zeigen. Es ist uns ebenfalls sehr wichtig, daß unsere Zuchttiere unter jeden Umständen gut fressen und nicht während/nach Streßsituationen das Futter verweigern.
Mit dieser Kombination ist es uns möglich eine gewisse Grundlage zu schaffen welche, nach unserer Meinung, zumindest dem gesunden Hund nicht schaden kann. Ob aus einem Wurf alle Hunde dem entsprechenden Verwendungszweck gewachsen sind ist eh nie gegeben, eher fraglich wie negativ. Also sollte doch zumindest die Gesundheit und das Sozialverhalten stimmen.
Diese Zuchtpartnerauswahl müssen Rüde wie Hündin bestehen. Wobei uns die Natur natürlich auch unsere Grenzen zeigt und uns erkennen lassen sollte, wann ich gewisse Abstriche machen muß. So kann mir z.B. eine Hündin mit einem außergewöhnlichen Drang im Sozialverhalten, guter Genetik und Gesundheit, guter Nervenstärke lieber für die Zucht sein als eine entgegengesetzte Hündin, welche stehts in Aktion ist und nur sehr schlecht abschalten kann.


DHD`s EVA - PH1, PH2, Obj. der KNPV
mit ihrem dritten Wurf x-Mechelaars

Ist der Wurf nun gefallen geht es um die Aufzucht.
 Hier ist wie beschrieben die Mutter sehr ausschlaggebend. Dies geht los in der Tragezeit. Z.B. Eine Hündin welche schon von Natur aus nicht gut frißt wird hier erhebliche Probleme zeigen. Was bedeutet sie wird immer schwächer, da die Entwicklung der Welpen sehr viel Energie vom Hund verlangt.
Dies geht dann später mit der Abgabe der Milch weiter. Frißt der Hund nicht optimal in dieser Zeit oder ist das Futter nichts wert, wird auch die Milch von minderer Qualität sein. Die Hündin an sich wird kränklich und schwach. -Was auf gar keinen Fall bei Ihrem Job passieren darf.
Bei der Aufzucht hat sich die Mutter stets souverän, vorbildlich, fürsorglich und mütterlich zu verhalten. Mit dieser Kombination ist ein weiterer sehr großer Grundstein in den Welpen gelegt.
 Wir Menschen haben den Welpen ebenfalls viel zu vermitteln. So stehen bei uns soziale Kontakte ganz oben. Schon bevor die kleinen hören und sehen können kennen sie unseren Geruch.
Ist dann die Zeit gekommen und der Nachwuchs macht die ersten Ausflüge, kommen verschiedenste Gegenstände in das Leben der Kleinen. Wir möchten, daß unsere Welpen stets von klein auf mit allem konfrontiert werden was ihnen später im Leben begegnen kann. Die allgemeine Sozialisierung der Kleinen steht bei uns ab der 3. Woche ganz oben.


Schon mit 3 Wochen werden die Welpen bei uns sozialisiert


                                                                                                                    
Problembewältigung schon im frühen Alter





 
Mit steigendem Alter werden ebenfalls die Konfrontationen immer höher. So reicht den Welpen ein Dosenvorhang schon lange nicht mehr aus, um ein Problem darin zu sehen. Nun geht es raus, Wald und Felder zusammen genießen und kennenlernen, den Streß in der Stadt sowie die S-Bahn. Höhen, Tiefen, gutes Wetter schlechtes Wetter und die Welpen immer dabei. So lernen unsere Hunde schon bevor sie 8 Wochen alt sind so ziemlich alles kennen, was sie für ihre spätere Arbeit benötigen. -Freies und unbefangenes Verhalten!!
Gerade in diesem Alter sind auch verschiedene menschliche Kontakte besonders wichtig. Sie schenken dem Hund das nötige Vertrauen um auch durch größere Belastungen zu gehen und Probleme zusammen lösen zu wollen.



Wichtig sind soziale Kontakte auch zu fremden Menschen


     

                                

Gemeinsames erleben der Natur

In unserer Philosophie gibt es in dieser Zeit weder aufgezwungene Spiele noch irgendwelche Triebförderungstätigkeiten. Welche in diesem Alter vom Hund meist ohnehin nur instinktiv abgespult oder beantwortet werden können.
Unser Gedanke ist der, daß sich die Welpen und auch Junghunde frei bewegen sollen. Diese Freiheit nehme ich ihnen, wenn ich ihnen schon in diesem frühen Alter Diverses beibringe z.B. auf alles loszugehen was sich bewegt. Oder nur zu kommen weil ich mit Futter/Ball locke. Diese Spielchen liegen uns fern. Wir möchten, daß der Hund kommt weil er zu uns will. Wir möchten keinen Hund der an jeder Ecke den Feind sucht oder wie eine Marionette immer nebenher läuft.
Wir möchten uns also keinen abhängigen Hund machen, welcher später ohne materielle Werte keine Bestätigung mehr im Leben sieht.


-Es ist eigentlich so einfach, wenn man nicht immer alles so dermaßen diskutiert, philosophiert und manipuliert und den Hund so beläßt wie er ist:
Ein Tier mit vier Füßen zum Toben und Rennen, mit zwei Ohren zum Hören, einer Nase zum Riechen, einem Maul zum Überleben, zwei Augen zum Beobachten, einem Gehirn zum Lernen und einem Wesen welches es ihm ermöglicht mit uns zu leben, uns Freude, Sicherheit und Lebensgefühl zu schenken.
Dies sollte man nie vergessen und sich stets vor Augen halten ,welche Werte dieses Tier tatsächlich hat...
  Unsere Werte lassen wir uns weitmöglichst von der Natur des Hundes vorgeben. Es ist für uns sehr wichtig eine gewisse Vielfalt in unserer Zucht zu haben. Eintönig ist nur der Tod...!!
Wir sind der Meinung, daß wir als Züchter die Verantwortung dem Hund gegenüber haben. Dies betrifft die Gesundheit der Zucht bis hin zum optimalen Platz des Welpen/Junghundes.
Engstirnigkeit, Faulheit, Mißgunst, Lüge, Geldsucht und alle anderen Emotionen haben hier nichts verloren. Nur mit Ehrlichkeit, Einsicht und Weitsicht ist für uns eine Zucht optimal zu betreiben bzw. zu erhalten.
Mit diesen Worten soll sich unser Zuchtgedanke schließen, wer Interesse oder Fragen zu dieser Zucht hat kann sich gerne über E-Mail melden.