WORKING-DOG-CENTER

aktualisiert am:
08.01.10

 

Im September ‘05 waren wir erneut in der Schweiz, um den Diensthundeführern des Sicherheitsdienstes mit der Ausbildung ihrer Diensthunde unter die Arme zu greifen. Leider hatte keiner der Hunde bzw. der Hundeführer ein auch nur annähernd regelmäßiges, geschweige denn qualitatives Training vorzuweisen, was natürlich bedeutete, daß man gerade bei den jungen und unerfahrenen Hunden wieder fast von vorne anfangen mußte, was die Ausbildung anbelangt. Schade für die Hundeführer, denn der Wille war da, nur leider fehlte komplett die Erfahrung mit der Ausbildung eines Hundes, sowie ein geeigneter und kompetenter Trainer, der den Leuten während unserer Abwesenheit unter die Arme greifen könnte.
Doch jetzt aber zu unserem eigentlichen Training:
Bevor mit der Beißarbeit begonnen wurde, mußten die Hundeführer erst einmal unter Beweis stellen, daß sie ihre Hunde auch im Griff haben. Deshalb war zunächst einmal striktes Unterordnungstraining für jeden angesagt. Denn Beißen allein ist nicht alles. Wenn man einen Hund im Beißen ausbildet, dann muß er auch kontrollierbar bleiben. Denn erst beide Komponenten, die Unterordnung und der Schutzdienst, ergeben ein komplettes Bild eines Diensthundes. Hochgedrehte Hunde, die nur noch keifend an der Leine stehen, aber keinen Gehorsam mehr zeigen können, dürfen nicht das Ziel einer Diensthundeausbildung sein.

Während dieser Unterordnungsübung, wurden die Hunde auch schon vereinzelt mit dem Maulkorb (zunächst ein Offener) vertraut gemacht, der in bestimmten Einsätzen ganz hilfreich sein kann.

Die jungen Hunde bekamen ein ganz “normales” Aufbautraining mit dem Ärmel, wie man es vom Hundeplatz auch kennt.

Aber auch die älteren Hunde wurden zum Teil erst mit dem Ärmel auf ihr Beißen getestet, da viele Wochen ohne Training für einen Hund doch schon sehr große Rückschritte in seinem Ausbildungsstand bewirken können.

Gott sei Dank hatten nicht alle Hunde so große Lücken in ihrem Ausbildungsstand aufzuweisen, so daß man mit diesen Hunden im Training weitergehen konnte.

Bei den beiden erfahreneren Hunden konnte man sehen, daß die Prägung auf ihre Stelle am Oberarm trotz des unregelmäßigen Trainings doch einigermaßen funktioniert hatte. Die Beiden versuchten mittlerweile bei ihren Angriffen, immer die ihnen beigebrachte Stelle zu finden, auf der sie beißen sollten.

Bei dieser Hündin wurde mit dem offenen Maulkorb gearbeitet, um ihr beizubringen, daß selbst wenn sie später den Maulkorb im Einsatz auf hat, sich ein Angriff auf den Täter trotzdem lohnt.