WORKING-DOG-CENTER

aktualisiert am:
08.01.10

 

Auf den folgenden Bildern seht ihr Charon. Charon ist ein Dt. Schäferhund aus tschechischer Leistungslinie. Wir holten den Hund als Welpe zu uns, weil uns diese Linie interessierte. Wir mußten gleich zu Anfang feststellen, daß diese Hunde Gott sei Dank noch nicht mit diesen Hochzuchtkrüppeln, die bei uns meist gezüchtet werden, zu vergleichen sind. Charon war ein sehr aufgeweckter, selbstsicherer und sehr verspielter Welpe. Wir kannten die Dt. Schäferhunde als Welpe bisher immer so, daß man sie zu allem ankurbeln mußte. Eigeninitiative kannten diese Hunde nicht. Und ja nicht zuviel bewegen, das ist die Mühe nicht wert.

Als wir uns diesen Welpen nun genauer angesehen hatten, war uns klar, daß dieser Hund auf jeden Fall einen vernünftigen Arbeitsbereich benötigt, um seinem geistigen Potenzial gerecht zu werden. Deshalb waren wir auch super froh, als sich Uwe und Steffi von der Rettungshundestaffel bei uns meldeten. Steffi benötigte einen neuen Hund, da ihr Schäferhund leider unter HD litt, und damit nur bedingt einsatzfähig war.

Charon begeisterte die Beiden und hatte somit bei Steffi ein neues Zuhause gefunden. Steffi war so nett und hat uns einige Bilder von Charon zugeschickt, über die Aufbauarbeit als Rettungshund. Und diese Bilder möchte ich nun dazu verwenden, um einen kleinen Einblick in den Aufbau eines Rettungshundes zu geben.

Grundvorraussetzung für einen Rettungshund sollte sein, daß er einen recht ausgeprägten Spieltrieb hat, da die Hunde in der Lernphase mit einem Spielzeug an der vermißten Person bestätigt werden.

Hier sehen wir schon die ersten Übungen, für das Anzeigen einer Person. Im jungen Alter wird den Hunden vermittelt: habe ich eine Person gefunden...

...muß ich bellen (später dazu da, daß mein Herrchen weiß, daß ich jemanden gefunden habe)...

...und dafür werde ich mit meinem Spielzeug belohnt.

Aber nicht nur ein ausgeprägter Spieltrieb gehört zu einem Rettungshund, sondern auch Nervenstärke und Trittsicherheit. Dies kann auch schon im jungen Alter geschult werden. Hierfür haben die einzelnen Rettungshundestaffeln auf ihren Übungsplätzen unterschiedliche Hindernisse für den Hund aufgebaut, um ihn an die verschiedensten Bodenverhältnisse zu gewöhnen, wenn es später mal in den Einsatz geht.

Zeigt ein Hund auf diesem Parcours nicht absolute Selbstsicherheit, hat es keinen Sinn mehr, diesen Hund weiter in diesem Bereich auszubilden. Denn wenn es später in den Einsatz geht, kann man sich das Gelände nicht aussuchen, wo der Hund zum Einsatz kommen muß. Das heißt, ein Hund muß davon unbeeindruckt bleiben, daß der Boden unter ihm vielleicht nicht so stabil ist, daß er auf Trümmerbergen herumklettern muß, oder aber auch in dunkle Röhren laufen muß, um eventuell vermißte Personen aufzuspüren.

Hier sehen wir die Anzeigeübung im Wald. Wenn der Hund die Übung mit dem Verbellen der Person begriffen hat, kann man damit anfangen, die Person zu verstecken und den Hund frei suchen zu lassen. Anfangs macht man es für den jungen Hund natürlich nicht zu schwer. Jedoch sollte auch darauf geachtet werden, daß die Örtlichkeiten regelmäßig gewechselt werden, um den Hund nicht davon abhängig zu machen.

Hier sieht man nochmals ein freies Revieren im Wald, jedoch sitzt die vermißte Person im Baum. Solche Situationsänderungen sind auch sehr wichtig. Hier soll der Hund lernen und begreifen, daß er seine Nase nicht nur für die Gerüche am Boden einsetzen muß. Auch über seinem Kopf kann es wichtige Geruchsfelder geben, die ihn seinem Ziel näher bringen.

Der Schwierigkeitsgrad der Übungen wir dem Ausbildungsstand des Hundes angepaßt.

Jetzt folgen weitere Bilder von der Rettungshundearbeit, mit der x-Mechelaarhündin Maja, die wir  im Jahr 2005/2006 großgezogen hatten. Diese Hündin hat ein absolut geniales Triebpotential. Sie machte im Alter von 5 Monaten schon einen Schutzdienst wie manch anderer ausgewachsener Hund nicht. Absolut schöne Angriffe und volle feste Griffe. Ihr Spieltrieb war phänomenal. Spezialsuche nach dem Bringsel konnte man mit ihr stundenlang durchführen. Die Hündin gab nie auf. Jetzt hat sie einen tollen Aufgabenbereich im Rettungshundewesen. Hier ein paar Bilder von ihr im Training.

Auf unserer Homepage über unsere x-Mechelaar Zucht könnt ihr auch noch ein paar Bilder von der Rettungshundestaffel in Kornwestheim bei einem Training sehen. Einfach Praxistraining D anklicken.